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Keramikimplantate

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Keramik ist als Werkstoff für die Implantologie deswegen sehr interessant, weil es eine 100%ige Biokompatibilität aufweist. Es bestehen keine Unverträglichkeiten oder Allergien gegen Keramik. Im Bereich des Überganges Knochen-Zahnfleisch ist mit diesem Material eine sehr gute Gewebeverträglichkeit vorhanden. Das führt zu einer besonders guten Ästhetik im sichtbaren Zahnbereich. Aufgrund der sehr glatten Oberfläche kommt es weniger zu Plaqueanlagerungen.

Keramikimplantate gibt es einteilig oder zweiteilig. Bei zweiteiligen Implantaten werden der Implantatkörper und das Aufbauteil miteinander verklebt. Eine Verschraubung beider Teile ist nach bisherigem Stand der Wissenschaft nicht zu empfehlen, da es zu Riss- oder Bruchbildung kommen kann.

Die Osseointegration (Knocheneinheilung) ist bei Keramikimplantaten verlangsamt. Ebenso ist eine Sofortbelastung aufgrund der Materialeigenschaft nicht zu empfehlen. Man hat bei einteiligen oder verklebten zweiteiligen Keramikimplantaten später nicht mehr die Möglichkeit einzelne Komponenten auszutauschen. Ein Beschleifen oder Nachbearbeiten der Keramikoberfläche ist aufgrund der Bruchgefahr nicht zu empfehlen. Es fehlen Langzeitstudien, um die Einheilquote der Keramikimplantate über eine Dauer von 10-20 Jahren mit Titanimplantaten zu vergleichen. Aus diesen Gründen werden bevorzugt Titanimplantate eingesetzt. Die besondere positive Materialeigenschaft der Keramik kann in Form von Keramikaufbauteilen auf Titanimplantaten genutzt werden, um gerade im ästhetischen Frontbereich optimale Ergebnisse zu erzielen.